
„Auf Anregung zweier Mitglieder des Marienritterordens wurde Ende Dezember 1934 in der Pfarrkirche (damals noch „St. Konrad“) eine Marienstatue aufgestellt. Es handelt sich um eine getreue, in Holz geschnitzte Nachbildung des Gnadenbildes von Fatima,…“
Im Januar 1935 wurde daraufhin die monatliche Fatima-Novene eingeführt, jeweils vom 5. bis zum 13. des Monats. Die Novene ist eine Gebetsform, die an neun aufeinanderfolgenden Tagen verrichtet wird. Die Fatima-Novene in St. Konrad war von Anfang an sehr gut besucht, besonders in der schweren Zeit des Nationalsozialismus, des zweiten Weltkrieges und auch in der Nachkriegszeit. Zeitweise füllten bis zu 3000 Gläubige das Gotteshaus.
Die Mutter Gottes hat bei den Erscheinungen in Fatima 1917 das Rosenkranzgebet (Das Rosenkranzgebet) eindringlich empfohlen und so wird die Novene nun schon seit 90 Jahren Monat für Monat bis heute in Treue und Beharrlichkeit in unserer Pfarrkirche fortgeführt und die Mahnung der Gottesmutter ernstgenommen.
Heute sind wir vor die Frage gestellt: Wird dieses Gebet noch verstanden und ist es heute noch zeitgemäß?
90 Jahre Fatima-Novene
Sie will ein Gebet sein, auf unserem Pilgerweg durch die Zeit.
Unser hl. Vater Papst Franziskus, hat dieses Jahr 2025 unter das Motto gestellt:
„Pilger der Hoffnung“
Wir Christen verstehen uns als pilgernde Kirche. Wir sind Pilger der Hoffnung.
Wer pilgert geht mit großer Aufmerksamkeit seinen Weg.
Wir brauchen die Aufmerksamkeit für die jeweilige Wirklichkeit, für die Gegenwart.
In der Konstitution über die Kirche in der Welt v. Heute ist uns gesagt:
„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen heute, besonders der Armen und Bedürftigen aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen Widerhall fände.“
Dem aufmerksamen Blick in unsere heutige Welt kann also nicht gleichgültig sein, die „Trauer und Angst…“
90 Jahre Fatima-Novene
Heute finden Sie in der Kirche St. Konrad und Elisabeth bei der Marienstatue
- ein Gebetsbild mit einem Gebet zur Mutter Gottes und zum Hl. Jahr. (Jubiläumsgebet)
- Ein Kästchen für Gebetsanliegen in besonderen und schwerwiegenden Nöten.
Beterinnen und Beter bringen diese Anliegen im Rosenkranzgebet während einer Novene, jeweils vom 5. bis 13. jeden Monats, vor Gott mit der Fürsprache der Mutter Gottes.
Wer mitbeten möchte, ist herzlich eingeladen!
Montag bis Donnerstag um 16.30 Uhr, Freitag um 17.45 Uhr,
Am Sonntag in der Winterzeit um 15.00 Uhr und in der Sommerzeit um 18.00 Uhr.
„Das gemeinsame Gebet hat große Kraft.“ Sel. M. M. Theresia Scherer
Ereignisse und Botschaften von Fatima
Im Jahre 1917 erschien die Mutter Gottes in Fatima drei einfachen Hirtenkindern, Jacinta, Francesco und Luzia, und vertraute ihnen eine Botschaft an, die noch heute und sicher mehr denn je für unsere Welt ganz aktuell ist.
Diese Erscheinung, die sich im Jahr 1917 jeweils am 13. jeden Monats von Mai bis Oktober wiederholte, wurde von der Kirche nach reichlicher Prüfung als glaubwürdig anerkannt.
Die Mutter Gottes teilte den Kindern drei Geheimnisse mit, die zur gegebenen Zeit veröffentlicht werden sollten. Maria mahnte
· zu treuem Gebet des Rosenkranzes
· zu Umkehr und Buße
· zu neuem Glauben in Zeiten, wo der Glaube schwindet oder angefochten wird
· zu Frieden und Versöhnung
Sie bittet, wie es Papst Benedict einmal sagte, „… um die Stadt der Menschen zu retten, sich ihrem Herzen anzuvertrauen, damit sie die göttliche Liebe in unser Herz lege, die auch in ihrem Herzen brennt.“
Maria empfiehlt auch die Anbetung der Liebe Gottes in der Hl. Eucharistie.
Deshalb wurde in St. Konrad und Elisabeth im Fatima-Jubiläumsjahr 2017 zu „100 Jahre Fatima“ die eucharistische Anbetung eingeführt. Dazu Sind Sie ganz herzlich eingeladen immer freitags:
17.45 Uhr eucharistische Anbetung
18.30 Uhr Eucharistiefeier
Das Rosenkranzgebet
Schon in den verschiedensten Notzeiten in der Weltgeschichte wurde im Rosenkranzgebet große Hilfe erfahren.
Wir glauben zwar, dass die Kirche in den Sakramenten, wie Taufe, Firmung, Eucharistie und Bußsakrament die höchsten Kraftquellen für unser Leben und unseren Glauben bereithält und wir diese in der persönlichen Bekräftigung erfahren dürfen.
Im Rosenkranzgebet, zu dem nun die „Mutter Gottes von Fatima“ eindringlich aufgerufen hat, schauen wir mit dem inneren Auge auf das Leben Jesu, auf sein Heilswirken und sein Anruf an uns. Im gleichsam unablässigen Wiederholen der Ave-Marias sind wir verbunden mit der Mutter Jesu, dies schenkt Sammlung und Gelassenheit.
Dieses Gebet gleicht dem unaufhörlichen Wasserspiel, das am Ufer des Meeres zu beobachten ist. Wellen um Wellen rollen an den Strand, die eine zieht die andere nach. Aus einem unerschöpflichen Reservoir speist sich diese Bewegung. Tag und Nacht steigen unsere Bitten und unser Dank für das Getragen sein von Gottes Heilswirken zum Himmel, es ist ein Flüstern und Raunen von Millionen. So sind sie zum Rosenkranzgebet eingeladen, verbunden mit Gott und vielen Menschen auf dem Erdenrund.
Jubiläumsgebet
Heiliger Geist,
durch dich kann alles neu werden.
Mache uns aufmerksam
für dein Wirken in unserer Zeit,
damit wir nicht stehen bleiben
bei dem, was vorbei ist,
sondern in aller Unsicherheit wagen,
neue Wege zu suchen und zu gehen
im festen Vertrauen auf dich.
Gib uns neue Gedanken
und lass uns das Undenkbare denken.
Gib uns neue Taten
und lass uns das Unmögliche tun.
Gib uns ein neues Herz und lass uns
dem Unfassbaren Raum geben.
Gib uns frohen Mut
und lass uns in Liebe, Freude und Hoffnung
mit dir und miteinander
den Weg in die Zukunft gehen. Amen.







