Schwester M. Irmunda – in St. Konrad und Elisabeth

 
"Ich bin Ordensschwester, heiße Schwester M. Irmunda Wilibald und war von 2005 an in Freiburg. Ich gehöre der Kongregation
 der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“ an, das Provinzhaus ist in Hegne/Allensbach bei Konstanz am Bodensee.
 
Über 125 Jahre wirkten bis zu fünf Schwestern in der Krankenpflege, im Kindergarten und später in der Altenseelsorge und prägten das Leben in der Pfarrgemeinde mit.  
Aus Altersgründen und Mangel an Nachwuchs wurden die Mitschwestern von der Ordensleitung
in das Kloster zurückgerufen.  Als einzige Hegner Schwester in der Pfarrgemeinde war ich daraufhin der Schwesterngemeinschaft in Lenzkirch angegliedert, lebte und arbeitete aber weiterhin in der Pfarrgemeinde. 
In den veränderten Bedürfnissen, die der Wandel der Zeit mit sich bringt, sehe ich mich mit meiner franziskanischen Gemeinschaft, dem Wahlspruch und Beispiel der Gründer verpflichtet:
„Was Bedürfnis der Zeit, das ist der Wille Gottes“.
Mit meinem ehrenamtlichen Einsatz in der Pfarrgemeinde unterstützte ich das Pastoral- und Gemeindeteam im liturgischen Bereich, im Besuchsdienst der Gemeinde, in der seelsorglichen Begleitung im Pflegeheim und - als besondere Aufgabe - im Gebetsapostolat. Der Blumenschmuck der Kirche gehörte zu meinen Aufgaben, wie auch der Bibelkreis oder die „Religiöse Stunde“, um nur ein paar weitere Felder zu nennen.
Als „Barmherzige Schwester vom Heiligen Kreuz“ will ich versuchen, in den Begegnungen mit den Menschen die Barmherzigkeit Gottes weiter zu schenken. Im Juli 2025 wurde auch ich von der Ordensleitung zurückgerufen in das Kloster in Hegne und lebe seither im Haus Elisabeth, wo ich auch verschiedene Aufgaben übernehme.
Mit Freiburg und besonders mit St. Konrad und Elisabeth bin ich weiterhin sehr verbunden durch Besuche, Telefonate und auch per Mail und WhatsApp. Ich schließe die Menschen in meine Gebete mit ein und wünsche der Kirchengemeinde Neu ein gutes Zusammenwachsen und Miteinander.
Schwester M. Irmunda
 
 

Reisebericht von Sr. M Irmunda

 
Rückblick auf die Pilgerfahrt nach Fatima vom 10. bis 15. Mai 2026

Liebe Schwestern und Brüder in Freiburg,
über das bayrische Pilgerbüro wurde mir eine Pilgerreise nach Fatima in Portugal von einem Priester aus Freiburg geschenkt. Er selbst ist ein großer Verehrer unserer „lieben Frau von Fatima“. Zu diesem besonderen Geschenk bewegte ihn große Dankbarkeit. Er brachte in Erfahrung, dass in St. Konrad und Elisabeth, Rennweg 45 in Freiburg, meinem letzten Wirkungsort, eine Nachbildung des Gnadenbildes der Fatima Madonna steht.
Seit 1935 wird dort monatlich eine Rosenkranz-Novene vom 5. bis 13. gebetet, vor allem in den Anliegen um den Frieden, gemäß einem Versprechen in schwerer Zeit. In den letzten 20 Jahren trug ich dieses Gebet und die monatliche Fatima-Andacht weiter, es war meine Freude und auch mein Auftrag, immer wieder auf das, auch heute noch aktuelle Anliegen der Mutter-Gottes von Fatima hinzuweisen. Durch dieses Wirken in St. Konrad und Elisabeth kam ich in Kontakt mit diesem Priester, der mir nun diese Pilgerreise ermöglichte. Dankbar und mit Freude brachte ich nun alle Herausforderungen der friedlosen Welt, die Anliegen der Pfarrgemeinden in dieser großen Umbruchszeit, der Familien und aller Gemeinschaften zur Mutter Gottes von Fatima.
Unsere liebe Frau von Fatima mit ihrer Botschaft wurde in mir neu lebendig. Schon bei der Ankunft in Fatima, beim Blick auf die mächtige Rosenkranzbasilika sah ich, wie der Turm in den wolkenverhangenen Himmel ragte und fühlte die geballten Fragen und Sorgen in unserer Kirche und in der kleinen und großen Weltgeschichte vor der Gottesmutter ausgebreitet.
In der Erscheinungskapelle, neben der Steineiche, blickte die gekrönte Madonna, gleich der Muttergottesstatue in St. Konrad und Elisabeth, als Königin des Friedens auf die zahlreichen Pilger/innen aus aller Welt. Dort legte ich ihr alle aufgetragenen Anliegen ans Herz. Beeindruckend war für mich auch, wie von allen Seiten Pilgergruppen in bußfertiger Haltung zur Feier des Erscheinungstages zum Gottesdienst und zur Prozession auf den großen Platz zwischen der Rosenkranzbasilika und der riesengroßen Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit strömten. Am 13.Mai, dem 109. Jahrestag der Erscheinung, waren es über 250.000 Menschen. Auch ein Ausflug an das Meer stand auf dem Programm der Pilgerreise, das war für mich ein Ort, wo sich Himmel und Erde berührten. Neben vielen weiteren gemeinsamen und auch persönlichen stillen Erfahrungen der Nähe Mariens bewegte mich die eine Sorge: Möge auch die Mutter der Kirche ihre schützende und begleitende Hand betend zum Himmel erheben. Möge wieder Glauben und Vertrauen wachsen im Angesicht der großen Veränderungen, die wie hohe Wellen an das Ufer jedes Menschenlebens rollen. Möge die kleine Gruppe von Beter/innen in der Kirche St. Konrad und Elisabeth im Angesicht der Fatima-Madonnen-Statue im Novenen-Gebet Unterstützung erfahren und weitertragen können.
Auf dieser Reise habe ich sehr oft an die Menschen gedacht, mit denen ich all die Jahre in Freiburg, auch durch das gemeinsame Gebet, verbunden war. Ich war in Fatima und mir war bewusst, dass zeitgleich in Fatima, in St. Konrad und Elisabeth und an vielen anderen Orten auf der Welt die Fatima Novene gebetet wird. Dies erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

Es grüßt Euch alle
Eure/Ihre Schwester M. Irmunda